Religionslehrkräfte in Zeiten von Homeschooling Empfehlung

Wortwolke Wortwolke Mizdalski

Religionslehrkraft Stefanie Pfaffenberger unterrichtet an der Kath. Schule St. Paulus in Hamburg-Billstedt.

Sie berichtet von ihrem Alltag in Zeiten von Homeschooling.

 

Frau Pfaffenberger, wie sieht neuerdings Ihr Arbeitsalltag aus?

Ich halte Kontakt zu Schülerinnen und Schüler über „Schulcloud“. Die Arbeit ist für die meisten Schüler ganz neu. Das bedeutet dann für mich eine intensive Betreuung, bis alle sich dort gut zurechtfinden und neben der Nachrichtenfunktion auch die Dateiablage nutzen können. In meinem Klassenteam kümmere ich mich um die Technik, die Kollegin um den direkten Kontakt.

Für meine Fünftklässler_innen stelle ich die Aufgaben auf einem Padlet zusammen. Das Tool habe ich neu entdeckt, dafür finde ich es ideal.

Was fasziniert Sie in dieser Zeit?

Über das Netz mit den einzelnen Schülerinnen und Schülern individuell in Kontakt kommen zu können, ist eine große Chance. Diesen intensiven Kontakt haben wir im normalen Alltag nicht. Ganz neue Dinge passieren, wie z. B. der spirituelle Impuls in unserer Gemeinde, Fotos von Kerzen zu versenden. Eine virtuell verbundene Gemeinde wird so auf der Homepage sichtbar.

 

Was verunsichert Sie in dieser Zeit?

Mich verunsichert die Ungewissheit über die Dauer des Homeschoolings.

 

Gibt es etwas, was Sie Kolleg_innen mitgeben möchten?

Ja: Konzentriert euch auf die eigene digitale Kompetenz und die der Schülerinnen und Schüler. Probiert unterschiedliche digitale Tools aus und testet, ob sie nützlich sind.

Und sucht - besonders als Religionslehrkraft - den Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern, weniger um Unterrichtsstoff zu vermitteln, sondern um Beziehung zu pflegen, Fragen zu hören und Stimmung zu fühlen.

 

Dürfen wir einen Blick auf Ihren Heimarbeitsplatz werfen?

Gern (s. Foto unten): Hier in meinem Wohnzimmer steht ein provisorischer Tisch, den ich mir speziell als Homeofficearbeitsplatz eingerichtet habe.

 

Vielen Dank , liebe Frau Pfaffenberger, für diesen Einblick. Wen würden Sie gern als nächstes befragen?

Ich werde mich virtuell mit einer Kollegin aus der Kath. Schule Altona treffen. Ich finde spannend, dass das Kollegium dort einen Zeitpunkt verabredet hat, an dem sich alle frei in einer Videokonferenz treffen können.