Gute Gründe für das Fach Religion im kombinierten Präsenz- und Fernunterricht Empfehlung

Nach der Öffnung der Schulen für Präsenzunterricht in allen Klassen stehen die Schulen vor der großen Herausforderung, Unterrichts- und schulische Ablaufpläne zu gestalten, die den Beschlüssen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin sowie der Kultusministerkonferenz entsprechen.

Die Hamburger Schulbehörde betont, dass im kombinierten Fern- und Präsenzunterricht alle Unterrichtsfächer zu erteilen sind und gerade der Fernunterricht nicht auf die Kernfächer reduziert werden darf, sondern vielfältige Möglichkeiten für Lernaufgaben in den kleinen Fächern bietet.
Religion ist ein Fach, das in dieser Krisensituation persönliche Fragen und Anliegen der Schülerinnen und Schüler auf besondere Weise auffangen kann.

Noch tiefer gehende Gedanken dazu macht sich Regina Polak: https://theocare.wordpress.com/2020/03/25/corona-und-die-frage-nach-gott-regina-polak/


Als Religionslehrkraft können Sie

- die Gesprächsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler wecken,

- mit ihnen über ihre ganz persönlichen Fragen sprechen und sie anregen, eigene Antworten zu formulieren

- dort, wo es eine Vielfalt von Positionen gibt, durch Ihr eigenes Auftreten eine Orientierung aus dem christlichen Glauben heraus bieten

- Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, Social Media-Inhalte medienkritisch zu untersuchen

- Schülerinnen und Schüler anregen, Menschen, die anderer Meinung sind, mit Toleranz und Respekt zu begegnen und mit ihnen in den Dialog zu treten,

- Schülerinnen und Schüler zu einer persönlichen Entscheidung zu befähigen, inwiefern ihre Religion und ihr Glaube in Krisensituationen eine Stütze sein kann,

- Ihre Schülerinnen und Schüler mit Formen gelebten Glaubens in Situationen der Ungewissheit vertraut machen.

Anregungen finden Sie hier: https://padlet.com/katholischer_unterricht/lminy0hb60m8


Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Lernintensität für Schülerinnen und Schüler in Zeiten von kombiniertem Präsenz- und Fernunterricht höher ist und als anstrengender empfunden werden kann als der normale schulische Alltag.
Gerade im Religionsunterricht sollten deshalb Lernformen gefunden werden, die

- anregen, ohne digitale Medien oder Arbeitsblätter zu arbeiten

- unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten und Ausdrucksweisen anbieten,

- unterschiedliche Sinne ansprechen und

- einen asynchronen und synchronen Austausch ermöglichen.

Konkrete Ideen dazu finden Sie bei Viera Pirker: https://theocare.wordpress.com/2020/04/01/religionsunterricht-remote-eine-spurensuche-viera-pirker/