Halloween im Religionsunterricht

Was hat Halloween, das Fest der Geister, mit dem Religionsunterricht zu tun?


"All Hallow's Even" (Halloween) ist der Abend vor Allerheiligen. Aus kommerziellen Gründen ist dieser Tag in den letzten Jahren bei Kindern und Jugendlichen präsenter als die kirchlichen Feiertage. Deshalb kann hier gut an ihre Lebenswelt angeknüpft werden, wenn es um "Tod und Sterben" oder den "Jahresfestkreis" geht (s. Unterrichtseinheiten für Klasse 5/6 unten zum Download)
Halloween geht zurück auf den alten Brauch, im Herbst bei Zusammenkünften der Verstorbenen zu gedenken. Um diese Jahreszeit, so glaubte man, würden die Geister der Verstorbenen als Dämonen auf Erden wandeln. Die Kirche hat diese Gedenkfeiern später auf einen Tag zusammen gelegt, den "Allerseelentag" (2. November), um die Gemeinschaft der Lebenden mit den Verstorbenen hervorzuheben. Der "Allerheiligentag" (1. November) ist ein Gedenktag aller Heiligen, den Papst Gregor IV. im Jahre 835 festlegte. Die Anzahl der Heiligen hatte sich so erhöht, dass die Tage des Jahres nicht für einzelne Gedenktage ausreichten. Außerdem gedenken wir auch jener, die nie als Heilige in ein Verzeichnis aufgenommen wurden, obwohl sie im Sinne Jesu gelebt haben oder leben. Und wir bedenken, dass jede und jeder von uns berufen ist, "heilig" zu werden. Dass der 31. Oktober seit dem "Lutherjahr" in vielen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag ist, erleichtert den Zugang, den Hintergrund dieses Feiertages zu thematisieren. Wichtig wäre hier der Austausch mit einer evangelischen Lehrkraft, damit Schülerinnen  und Schüler die Bedeutung des Reformators Luther aus der evangelischen Perspektive authentisch vermittelt bekommen.

 

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