Gerechtigkeit in dieser Welt

Ein grundlegender Begriff der Reich-Gottes-Botschaft ist "Gerechtigkeit". 

Gerechtigkeit widerfährt im biblischen Sinne nicht dem, der viel leistet, sondern dem, der bedürftig ist. Dort wo wir handeln, um ein Gleichgewicht wieder herzustellen, indem wir uns den Schwachen, den Unterdrückten und den Ausgebeuteten zuwenden, besteht Gerechtigkeit.

 

Diese Aussage können Schülerinnen und Schüler über die Arbeit mit dem Bild "Justice" von H.C. Varghese nachvollziehen. Nach einer Bildbetrachtung  folgt die Erarbeitung des Bildaufbaus und seiner Aussage mit der Methode des Standbildes. Die Schülerinnen und Schüler bringen ihren Eindruck mittels eigener Texte oder einer Weitergestaltung des Bildes zum Ausdruck.

In dieser Lernsequenz erwerben die Schülerinnen und Schüler die Kompetenz, den Grundbegriff „Reich Gottes“ zu verwenden und zu erläutern und über das  Bild „Justice“ darzustellen, was Nachfolge Jesu konkret bedeutet.

 

Lesen Sie hier eine ausführliche Beschreibung:

 

1.    Motivation
-    Schülerinnen und Schülern wird das Bild „Justice“ von H.C. Varghese präsentiert: „Macht mit den Augen einen Spaziergang über das Bild.“

2.    Erarbeitung
- Nach ca. 3 min beendet die Lehrkraft mit dem Ton der Klangschale die Bildbetrachtung: „Was siehst du?“, Schülerinnen und Schüler antworten mit Sätzen, die mit „Ich sehe …“ beginnen. Deutungen werden noch vermieden.
- Dann werden die Schüler angeregt, sich ins Bild hineinzuversetzen: „Wo würdest du gern auf dem Bild sein? Begründe.“
-  „Fotografiere das Bild vor deinem inneren Auge ab, damit du es gleich mit der Gruppe nachstellen kannst.
- Schülerinnen und Schüler stellen das Bild nach, eine Schülerin oder ein Schüler ist  Bildhauer. Sie oder er gibt den Darstellern Hinweise und gleicht mit dem Bild ab.

 

Die Lehrkraft oder einzelne Schülerinnen und Schüler stellen den Darstellern folgende Fragen: „Was machst du gerade? Was hast du vorher gemacht? Wie geht es dir jetzt? Was sollte möglichst als nächstes passieren?“
- Die Gruppe überlegt, wie sich das Bild weiterentwickelt und nimmt eine weitere Stellung ein. Beide Standbilder werden fotografiert.

 

     alle Fotos: B. Pieper-Gördes

3. Sicherung

Gib dem Bild einen Titel und notiere ihn auf dem Arbeitsblatt.“ Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Umrisszeichnung des Bildes und schreiben einen Titel über das Bild.
Die Lehrkraft gibt nun noch eine kurze Information zur Künstlerin und nennt den Titel, den die Künstlerin dem Bild gegeben hat. Sie weist darauf hin, dass das Bild durch die Farbwahl und flammenartigen Pflanzen lebendig wirkt und damit die Aktivität der Figuren zeigt, die gerade das bestehende Ungleichgewicht, das zwischen der kleinen gebückten Person und den stehenden Personen herrscht, aufheben wollen (mehr Informationen zum Bild und zur Künstlerin unter:

https://weltgebetstag.de/service/archiv/malaysia-2012)

4. Ausdruck

Die Schülerinnen und Schüler wählen eine Form der Gestaltung aus:
-    Sie färben die Umrisszeichnung ein und ergänzen Sprech- bzw. Denkblasen.
-    Sie schreiben eine Geschichte zu dem Bild, in der die Situation vorher und nachher beschrieben wird.
-    Sie schreiben den Dialog der Figuren auf.
-    Sie gestalten jeweils ein Vorher- und ein Nachher-Bild.

-    Sie gestalten einen Trickfilm mit Pivot:

 

Die Ergebnisse werden im Galeriegang betrachtet. Beobachtungsauftrag: „Durch welches Wort/welche Tat wird jeweils das Ungleichgewicht aufgehoben?“